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a r t formation.c o m - Gallery in Progress
- ist Labor, Schaufenster und Marktplatz einer partiellen Kunstrealität.
Diese neuartige Internetgalerie dokumentiert, reflektiert Kunstschaffen,
Leben und Umwelt von Künstlern, Künstlerinnen und Produzentengruppen im
Kontext von Zeit, Ort und Raum. Triadisch auch in der Gliederung der
Zeit. (cache/Vergangenheit, transmit/Gegenwart und future/Zukunft).
Dabei unterwandert, kontrastiert und relativiert artformatiom.com mit
ihrer komplexen Vernetzungs- und Entstehungsstruktur die im Internet
häufige additive, aufzählende, nur reihende Präsenz.
Dem ambitionierten Artformation - Gründerteam ist natürlich klar, daß
ihr Projekt auch wirkungsgeschichtlich triadisch ist:
Zum Ersten ist es eine komplexe Bündelung, Vernetzung von Möglichkeiten
und Angeboten, deren jeweilige Finalstruktur und Angebot einem ständigen
Wandel unterliegt.
Zweitens ist das Projekt ein nüchternes Dienstleistungsangebot, ein
Marktplatz für die Kunstszene, fair, klar und sinnvoll.
Drittens ist es ein ausgesprochen ambivalentes Dokumentationsmedium.
Einerseits entsteht im Laufe der Zeit die komplexe future - transmit -
cache Struktur. Sie ist ein komplexes Feld miteinander verbundener
Bilder von Lebenswirklichkeiten und realisierten Arbeiten. Diese
Momentaufnahmen werden dabei vermutlich oft echte Spontanaufnahmen sein,
doch auch direkt inszenierte Augenblicke und wirkungsvolle optische
Verdichtungen (pars pro toto) sind zu erwarten. Und hoffentlich
Überraschendes, Unerwartetes, vielleicht Geniales.
Doch auch mit
stringenten Reduktionsstrategien der Kunstschaffenden ist zu rechnen.
Aus denen sich dann hoffentlich Momente der Meditation und Poesie
kristallisieren. Zusätzlich sind natürlich auch komplexe Konzept Art -
Realisierungen und spezifische, für Art -EDV / Internet typische
Produkte, Prozesse und Dokumentationen zu erwarten.
Anderseits werden sich im Idealfall diese vielschichtigen (Bild)
Splitter zu einem prozesshaften Datenfeld verdichten, daß im Einzelnen
für die Betrachter/innen zugleich Verlockung, Faszination und Teilhaben
sein kann. Entgrenzung und Bündelung, Konzentration zugleich. Oder nur
eine hübsche Möglichkeit, sich spielerisch mit Kunst die Zeit zu
vertreiben, der Neugierde zu frönen oder ein kleines Kunstgeschenk zu
suchen.
Doch dieses prozesshafte Datenfeld manifestiert sich in der Reduktion
auf die einzelne visuelle Momentaufname, auf ihre Reihung und
Bezüglichkeit.
Zugleich ist das Projekt für Net -Surfer/innen, Betreiberteam und
Künstler/innen) eine Projektionsfläche ihrer eigenen Sehnsüchte,
Erwartungshaltungen und Suchlust.
Auf den relativ wenigen Quadratzentimetern des Internet - Bildschirms
realisiert sich also ein Mix aus den unterschiedlichsten Mentalitäten,
Identitäten und kreativen Potentialen aller Beteiligten.
Ausgangspunkt der Präsentationen dieses Projekts ist zwar im ersten Jahr
die österreichische Kunstszene, doch erwartet sich das Team ein
internationales Feedback. Eine Hoffnung, die sehr realistisch ist. Denn
bereits vor der realen Internet - Präsentation und jeglicher offiziellen
Projektvorstellung existieren bereits fundierte Rückfragen ....
Drei Gefahrenpotentiale existieren für das Projekt:
Dematerialisation der Botschaft, also metastatische Chaos durch
Beliebigkeit, Austauschbarkeit der vielen, vielen Bilddokumente....
Pseudoästhetisierung, die Inszenierung der nostalgischen, hochästhetischen
Belanglosigkeit.
Voyeurismus statt Zugang, Verstehen und Teilnahme, infantile Intimität
statt Diskurs.
Doch ich vertraue dem a r t formatiom.c o m Team, diesen Gefahren
erfolgreich gegenzusteuern. Weil sie schon bei der Entwicklung des
Projekts technische Kompetenz, Augenmaß und kreative Vision verbinden
konnten. Und die Auswahl der ersten Künstler/innen vielversprechend ist.
Und weil sich das a r t formation.c o m Projekt ideal dafür eignet, ständig,
gleichsam organisch, modifiziert zu werden. Und damit lern und
reaktionsfähig zu sein!
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